Die Stimme

Die Stimme – hilft da etwas?

Mein kleines klickbares, Inhaltsverzeichnis:
1) Wie kam ich dazu?
2) Resonanz, der Weg zur Kopfstimme
3) Die Tonhöhe
4) Samson Go Mic - stimmliche Freiheit(zu Üben)
5) Woran üben? Countertenöre
6) Entspannungsübungen vorher & LaxVox & Pflege
7) Allgemein Wissenswertes
8) Stilles Aufwärmen
9) Gefühle(, die dazwischen funken)


Nach dem Stimmbruch ist es leider vorbei, die Stimme hormonell zu verändern. Nur Spironolacton vermag in seltenen Fällen die Stimme noch zu verändern - ein Mythos, der sich hält. (http://www.gyn-endo-handbuch.de/foha_lv/lvpatb114.htm ) Ist es jetzt hoffnungslos für dich, für mich? Bisher fand ich leider keine wirklich Seite, die das alles besonders zur Resonanz einmal zusammenfasst. Und was half mir?
Denn hoffnungslos müsste es nicht sein. Zum Beispiel Melanie Anne Phillips erklärt dies sehr schön wie wir lernen können quasi weniger von unserer Stimme zu benutzen, wie wir den Klangraum, verringern könnten. Denn leider haben wir zu viel davon, weshalb es den männlichen Klang besitzt.

Die Stimme ist für mich fast das Wichtigste. Denn würde ich den Mund auf machen, läge bei jeder Gelegenheit sonst alles in Scherben. All das was ich versucht hätte für mich zu retten, wäre eben sinnlos geworden als Frau wahrgenommen und akzeptiert zu werden. Ist es wirklich vorbei? Zu spät? Kleinere Versuche meine Stimme zu üben scheiterten. Wie ich sie hörte, fühlte ich mich einfach mies. Ich hörte mich männlich an, wie könnte ich das ändern...?
Vor einem halben Jahr habe ich dann eine sehr liebe Freundin kennengelernt – und ihre Stimme war echt schön, einfach berührte. Und es berührte mich, es berührte mich wirklich tief, dass dies durch üben wirklich so sein konnte. Jetzt fühlte ich Hoffnung in mir drin– es ist möglich, dass ich es schaffen könnte genauso schön nach mir zu klingen. Sie erzählte davon wie das Wesentliche die Resonanz sei, zu versuchen, dass bei Handauflegen die Brust möglichst wenig vibriert. Danach wären es Feinheiten...  Aha, gut.
Ein paar Wochen später begann ich nach langer Recherche schließlich täglich jeweils 30min morgens und abends zu üben. Bis heute, es ließ mich nicht los und ich hatte das Gefühl nicht los lassen zu können. Ich wollte das nicht aufgeben.Und heute klingt meine Stimme schöner als vorher – es reicht fürs Telefon, oft für den Alltag. Dennoch im Kopf fühle ich mich gelegentlich noch unwohl, wenn ich meine wie ich mich gerade eher männlich anhöre. Wenn mich all die verschiedenen Gefühle packen - wie Lachen, Angst, Traurigkeit- , fällt es mir schwerer, die Stimme zu halten. Wenn z.B. die Angst meine Kehle zu schnürt, ihr die Luft holt und sie in eine andere Position zieht, sie so dünn werden lässt..

Ich meine, auch wenn der Körper nicht hundertprozentig sein sollte -  was es hätte werden können-, ist die Stimme so viel. Sie macht so viel aus. So wirkungsstark - auch beim Passing. 
Hier ein Portfolio was die Stimme aus macht: www.txkoeln.de/infothek/tipps/tipp0812-1.pdf
Beeindruckend finde Matt Bittner. Er kann die Stimme wirklich sehr gut imitieren: https://www.youtube.com/watch?v=8UoJ-34Ssa0 (Online). Achtet doch mal auf ihre Wirkung, es ist einfach hart zu glauben, dass er eindeutig männlich ist und sich so identifiziert. Er ist nämlich nicht trans*

Nicht mehr erreichbare YouTube Videos(23.1.2017)
Leider sind manche Videos wie z.B. von PRinDESess Ava oder CandiFLA nicht mehr online zu erreichen. Besonders die vielen Videos von CandiFLA sind ein großer Verlust und es tut mir echt leid sie euch nicht mehr zeigen zu können. Leider zerpflückt das das auch mein Tutorial hier :/
Ich versuche als Maßnahme hinter den YouTube-Links den aktuellen online/offline Status zu schreiben.
Es kann sein, dass manche Quellen mit der Zeit nicht mehr erreichbar sind, wofür ich mich hiermit entschuldigen will. Wenn ihr wollt, könnt ihr mir gern einen hilfreichen Videolink zuschicken, den ich für alle hochladen kann.

Der Weg zur einer weiblich klingenden Stimme ist wie die Suche nach einer Art heiligen Gral - so war das zumindest für mich. Wie sieht das aus und es fühlt sich dabei an? Wie kann ich mir das vorstellen? Ja, wo muss ich überhaupt hin? Wie sollen sich meine Stimmmuskeln ändern, damit es schöner klingt?
Dazu finde ich die Geschichte von Melanie Anne Phillips sehr hilfreich, hier http://www.genderwunderland.de/praxis/stimmeeinerfrau.html - sie erklärt dies schön plastisch. Sie hat es damals (als Erste vielleicht? 1989?) dies erreicht und bot dann anderen ihre Hilfe dazu an(http://heartcorps.com/journeys/index.html ). Hier erklärt Sie zwei Techniken:
a)  Das Falsetto: „Fangt mit Eurem höchsten Falsetto an. Wenn ihr etwa wie Mickey Mouse klingt, habt Ihr’s! Bringt jetzt die Tonlage dieser Stimme so tief, wie ihr könnt, ohne die Stimme umzubrechen. Ihr merkt, dass wenn die Stimme umbricht, kommt sie wieder »von vorne«, und Ihr benutzt wieder den ganzen Kehlkopf zur Modulation – genau das, was Ihr nicht wollt. Bringt die Stimme so tief, wie Ihr es im Falsetto schafft. Das ist der Punkt. Ihr werdet bemerken, dass dabei weder der obere, noch der untere Teil des Kehlkopfes stark vibrieren – wenn überhaupt. Nun, bevor ich erkläre, was Ihr einmal an diesem Punkt angekommen tun müsst, lasst uns die andere Methode untersuchen, wie man diesen Punkt erreichen kann. Wenn Ihr beide Methoden ausprobiert, könnt Ihr herausfinden, welche Methode besser für Euch ist. Außerdem bekommt Ihr dann ein besseres Gefühl dafür, wo genau die Stimme sein soll, weil Ihr dann über zwei Anhaltspunkte verfügt.“
b) Mit Gurgeln: „Nehmt Eure Stimme auf die Weise in den Hals zurück, wie Ihr es beim Gurgeln macht, und macht dieses Standardgurgelgeräusch. Wenn Ihr das macht, wird Euer Hals automatisch enger. Wie Ihr merken werdet, kommt das Gurgeln von etwa derselben Stelle, wie das tiefste Falsetto. Doch beim Gurgeln kann man den oberen und den unteren Teil des Kehlkopfes vibrieren fühlen.
Den Ort, den Ihr nun für die Stimme erreichen sollt, ist die Mitte zwischen dem Gurgeln und dem tiefsten Falsetto.“
Sie umschreibt es auch sehr viel. Das fand ich sehr hilfreich wie ich ein Bild davon mitbekam.

Die Youtuberin PRinDESess Ava erklärt dies auf Deutsch und zeigt es nochmal mit der Falsettomethode und auch wie du die Resonanz „wegdrücken“ kannst mit einer anderen Technik. Wie der Kehlkopf nach hinten kippt – das hat mir am besten geholfen. Ich habe mir das Video dutzende Male angeschaut  ^- ^

Die Youtuberin CandiFLA, sie spricht Englisch, allgemein  hat einige Videos zur Stimme eingestellt, mal hat sie auch von Melanie Anne Phillips als ihr Vorbild erzählt. Hier ein Beispiel zum Falsetto: https://www.youtube.com/watch?v=04ONx9lRJPE(Offline)
Hier beginnt der erste Teil: https://www.youtube.com/watch?v=qbaj4tIX1kw#t=13(Offline) Sie kommt hier auch nochmal auf Countertenöre.

Also das Ziel ist die Kopfstimme zu finden. Doch woran erkenne ich Kopfstimme? Worin unterscheiden sie sich?
z.B. wie Melanie Phillips erklärte wie sich der Kehlkopf anfühlt, wo er vibriert in unterschiedlichen Lagen. Vorher vibriert alles, Im Falsetto über der Kopfstimme gar nichts, in der Kopfstimme wo wir hinwollen vibriert es nur oben nicht – die tiefen Klänge sind draußen. Von dem Gefühl wie es eher von hinten kommt.
Mit Handauflegen auf der Brust mit dem Ziel so reden zu lernen, dass sie nicht mehr vibriert. Wenn ihr es einmal geschafft habt, fühlt wie die Vibrationen im Kopf anders sind...
Die erklärende Antwort hier fände ich dazu lesenswert: http://www.gutefrage.net/frage/wie-erkenne-ich-meine-bauchstimme-und-meine-kopfstimme
GirlOfTomorow(mehr unten) erwähnt, dass, wenn man die Laute richtig ausspricht, dies am Mund mehr vorne vibriert. Deckt sich so auch bei mir.

Eine kleine Technik, die ich für mich entdeckt habe statt dem/ oder ganz ähnlich dem Falsetto - nur singend. Dabei versuche ich von C4 aus beginnend: „Do re mi fa sol“ gedehnt zu singen bis ich mit dem „sol“ auf G4 bin und dann rückwärts zurück. Dabei halte ich auch meinen Kehlkopf in dieser Position fest, wenn ich wieder runter gehe ohne zu brechen. Ich öffne dies ein Stückchen, nur ein Teil. Jetzt vibriert wieder der untere Bereich des Kopfs. Und so wie es jetzt es versuche ich dies zu halten, wenn ich spreche..
Die Übung an sich ist eine Aufwärmübung aus einem Gesangsunterricht.

"Wenn ein Sänger in die Region der Kopfstimme gelangt, muss der Kehlkopf eine kippende oder drehende Bewegung vollführen. [...]Wenn der Kehlkopf sich dreht und kippt verändern sich die akustischen Eigenschaften des Klanges. " (http://www.gesanglehrer.de/jones/passaggio.html)
...Ich lieb es, dass sich alles so toll ergänzt, und davon erzählt, dass es den Gral einfach geben muss. "Und so sieht der Weg aus..."


Zur richtigen Tonhöhe: http://www.nyspeechandvoicelab.net/transgender/voice-feminization/  und unter feminine voice findet ihr's.
Ich finde die Skizze sehr anschaulich. Meine Erfahrung an mir ist, dass ich um leichter zu einer weiblichen Resonanz zu gelangen, etwas höher sprechen muss. Dies fängt bei mir etwa bei G#3 an.
Um diese zu finden und ein Gefühl davon zu bekommen, finde ich die Android App „Pitchlab Guitar Tuner“ sehr schön. Dabei ist ein Spektrogramm(das kann für 79 Cent dazu gekauft werden), welches eure Tonhöhe anzeigt. Gut, um zu lernen auf eine bestimmte Tonhöhe zu sprechen. Selbst habe ich das langsam gesteigert, während ich gleichzeitig versuchte mich der Wunschresonanz zu nähern.


Auch das Programm „Praat“( http://www.fon.hum.uva.nl/praat/ ) ist sehr nützlich. Darauf sind Tonhöhe, die Resonanzen, die wir zulassen, Brüche in der Stimme,.. sichtbar. Was du sagst, kannst du damit nachträglich anschauen. Bei welchen Vokalen oder Übergängen, Gefühlen usw. die Stimme zurückfällt. Hier eine kleine, allgemeine Anleitung zur Benutzung: http://translate.google.de/translate?hl=de&sl=fr&u=http://pierrou.free.fr/praat1.htm&prev=search
Das Programm Gram 5.0 soll auch gut sein. Eine Anleitung dazu: https://www.youtube.com/watch?v=_Mlb5ePeSvk1
Hier erklärt er schön wie du die mittlere Tonhöhe, worum deine Stimme schwingt, und wie die höchste/niedrigste Tonhöhe, die du zulässt, ablesen kannst.
Du kannst dich einfach aufnehmen und später anhören. Dafür gibt es gute Diktiergeräte. Manche haben einen USB-Anschluss(oft 60€ +), dass du die später am PC mit Praat durchschauen kannst.

Viel lieber war mir das Samson. Das Samson Go Mic gibt es in schwarz bei Amazon für 36€, in silber für 49€ - sind aber gleich gut, weshalb auch immer!? (Amazon Link ).
Es war einfach eine riesige Entdeckung als ich es fand:. Kaum/kein Rauschen. Eine super Klangqualität – es hört sich lebensecht, einfach gleich an.  Lass mal jemanden anderen sprechen und hör es dir an.. . Und das Wichtigste: Es gibt einen direkten Klinkeneingang, an dem du deine Kopfhörer anschließen kannst. Das bedeutet volle Freiheit beim Üben. Du bist nicht mehr an andere Personen gebunden, die dir sagen müssten was doof klingt. Du hörst dich ja selbst anders. Aber am Audioeingang kannst du direkt deine Kopfhörer anschließen und dich in Echtzeit, ohne Verzögerung selbst sprechen hören!!! (das klappt nur, wenn es am Pc, Tablet oder an einem Handy angeschlossen ist) Ihr könnt euch direkt selbst verbessern und nicht nachträglich, hören wenns mal für einen Moment gut war – was war daran toll? Wie habe ich das gemacht? Das hat mir sooooo verdammt viel geholfen und verändert. Ich heilige das seit dem und lege es dir wie jeder anderen, die mich fragt, sehr ans Herz :)
Ich schließe es auch gerne an mein Smartphone mit einem Micro-Usb-B to USB A Adapter(Beispiel in Amazon) an, wenn ich mal woanders übernachte. Dadurch kann ich ganz mobil sein. Nur ist's auf diese Weise leider so viel schwächer, dass ich 5cm vor dem Mikrofon sprechen muss, damit ich mich gut höre. So ist es nur gelegentlich unhandlich. Es wäre mal eine tolle Idee es direkt am USB Ladeadapter anschließen zu können, was aber leider so nicht klappt.

Update: Bisher war es angeschlossen am Tablet oder dem Smartphone leiser. Jetzt habe ich eine kostenlose Android App "USB Audio Tester" dafür gefunden, die jetzt das Mikrofon so laut einstellen kann wie ich es am PC gewohnt bin. Bei den Einstellungen würde ich zweimal einfach "44,1kHz" einstellen und gleich danach gibt es zwei Reglerbalken fürs Mikrofon, die es lauter einstellen.
Vom Akku her geht das auch. Eben habe ich eine halbe Stunde aus einem Buch vorgelesen und es waren nur 4% weg.

Neues vom 30.07.2015: Vor gut zwei Monaten hörte ich zufällig meine Stimme mal anders mit Hilfe den Skype Soundchecks. Ich war echt verwundert, denn sie hörte sich ein gutes Stück besser an als ich es üblicherweise vom Samson gewohnt war mich selbst sprechen zu hören. Es kam auch durch das Samson, aber halt zeitlich verzögert. Ich hatte es damals nicht mehr für nötig befunden mich aufzunehmen (Praat auf Windows z.B. zu benutzen), um mich später noch einmal anzuhören. Ich hörte mich ja selbst ohne Verzögerung?!
Und hier bin ich Dummerchen erst auf die Kopfresonanz gekommen: Mir hat das Mirko echt weit geholfen, aber irgendwann wird es ungenau, wenn ich mich ohne Verzögerung selbst höre. Denn ich beginne etwas aus meiner Stimme zu nehmen was andere gar nicht hören können, da dies in meinem Kopf ist. Sich quasi mit dem vom Mikrofon überlagert und doch dann anders (etwas besser) klingt, wenn ich es mir später noch einmal anhöre. Manche Töne höre ich zwar noch aus meiner Stimme raus, aber sie schaffen es nicht nach draußen...
Ich finde mein liebes Samson hilft mir heute noch viel. Es gibt mir ja auch Sicherheit morgens darüber wie ich klinge - anders als es mir meine Gedanken manchmal einreden wollen. Auf jeden Fall habe ich jetzt begonnen mir gelegentlich mal Zeit zu nehmen um meine Stimme aufzunehmen und später anzuhören, was leider ein etwas größerer Zeitaufwand ist.
Praktischerweise habe ich für mein Handy und das Tablet mit Android den USB Audio Recorder gefunden bei dem dies sehr simpel geht. Die Pro Version kostet so um die 4Euro. Die kostenlose Alternative hieße genauso " USB Audio Recorder" von Dr Jordan Design, ist aber im Anhören der Aufnahmen sehr viel umständlicher, da ihr euch durch die verschachtelten Ordner zu den Dateien durschlagen müsst. Ich wäre zu faul für :P
Gut ist es zumindest, dass ich beides(USB Audio Tester & Recorder) gleichzeitig laufen lassen kann, sodass ich mich ohne Verzögerung selbst hören und für später aufnehmen kann.

Hier vielleicht ein paar technische Daten, warum ich mich damals dafür entschieden hatte, falls ihr euch noch umschauen wollt. Es könnte ja auch sein, dass es einmal nicht mehr gibt: Okay, die Bewertungen waren sehr  gut.  
- Wegen dem USB-Anschluss wandelt gleich ein ADC im Mikrofon das analoge, gesprochene Signal in ein für den Computer digitales um. D.h. die meisten PC haben aus Kostengründen miese Soundkarten, weshalb es mehr oder weniger egal ist wie toll dein Mikrofon ist, wenn du es in deinen Klinke-Anschluss steckst. So wie dieses Mikro gebaut ist, hängt dies nicht mehr davon ab..
- Die Samplingrate des ADC bedeutet wie oft gemessen wird. 44,1-48kHz sind so gut, dass kein Unterschied mehr hörbar ist. Das Mikrofon ist so gut, ich kann damit mein Klavier klang-echt aufnehmen.
- Der Frequenzgang des Gerätes liegt bei 20HZ-18kHz. Das menschliche Gehör kann höchstens eine Frequenz von 20kHz erkennen. Die menschliche Stimme selbst hat höchstens 7khz mit dabei.
- Der Preis : D
Ein bisschen zu den technischen Details: http://nibis.ni.schule.de/~lepke/audio/audio-grund.html

Dies und mit den Programmen vorher könnt ihr prima selbst üben, wenn ihr das an anderen nicht traut.

Die Youtuberin Violet4151 erzählt dazu etwas: https://www.youtube.com/watch?v=a02_j7PGTPI
Also Bücher laut sich vorlesen, reden, vielleicht in einer gemeinsamen Skypegruppe mit anderen wie ich, singen – singen ist eine echt motivierende Übung. Es  gibt Countertenöre und manche von denen schaffen es echt beim Singen weiblich zu klingen. Diese klingen beim Singen oft wie eine Frau(z.B. Greg Pritchard  https://www.youtube.com/watch?v=P-ZjOEk4-dI ). Wie machen die das nur? Vielleicht kann ich daran singen lernen? Es ist wohl möglich...
Hier die eine ausführliche Anleitung: http://www.gesanglehrer.de/jones/counter.html  oder über Tutorial in YouTube.
Interessant ist, dass die Übersetzerin von Melanie Anne Phillips Geschichte oben, auch Countertenor war und erzählte, dass vieles gleich sei. So bin ich darauf gekommen und habe angefangen.  Und singe gerne wie ich dabei  heute weiblich klingend singen kann. Wenn die Augen geschlossen sind, nur der Ton da ist – ist es nur die Stimme mit der ich als Frau im Raum stehen kann. Gehen, laufen lerne und schließlich mal vielleicht fliegen kann. Im Ton bin ich körperlos, meinen Körper los und doch hier... Que sera, sera..
By the way. Die NG-Zungen-Stellung ist jene Stellung der Zunge, wenn du das Wort: Si-ng-en sagst liegt es in der Mitte. Dabei wirkt der Mund quasi wie ein Verstärker, es hilft ja nicht die Luft raus zu quetschen um lauter zu klingen.
Diese Übungen haben mir auch Anfangs geholfen die Tonhöhe zu finden,  dieses Gefühl zu “merken“ und klarer im Übergang Konsonant/Vokal zu klingen. Dabei habe ich meine Stimme mit Hilfe von PitchLab nach ein paar Wochen stückweise auf B3 und angehoben mich daran gewöhnt während der Übungen.
Diese sind von GirlofTomorrow. Der erste Teil sind Entspannungsübungen. Die letzten zwei helfen wirklich im Hals zu entspannen, um nicht so verkrampft zu sein: https://www.youtube.com/watch?v=AhKh0LkPDu0(Online)
Entspannungsübungen vorher sind wirklich wichtig gelassener üben zu können. Ich meine es ist so schon voll schwer, weil wenn‘s so doof klingt und mich selbst hörte war ich voll verspannt. Und was kamen dann alles für Gedanken? So war ich verkrampft im Kehlkopf mit dem ich ja üben will. Es kann danach klarer klingen. Das Ding ist ja, wenn du so verkrampft üben würdest, könnte es dir deine Stimmbänder schädigen und du klingst ja dann auch verklemmt. Also die Trilling und Raspberry-Übung  halfen mir beim Lockerlassen – andererseits wurde ich locker, weil ich dabei immer so viel lachen musste.
Aus dem Englischen übersetzt von Stephanie A. Kruse, übrigens einer Trans*Logopädin. (ein lehrreiches Interview mit ihr: http://hormonmaedchen.de/thomas-lascheit-logopaedie-berlin-tempelhof-und-stephanie-kruse-stimmraum-muenchen/ )Ich nutze diese Übung zum weiteren locker werden. Die Stimmbänder werden durch den Druckausgleich fühlbar massiert und Verkrampfungen gelöst. Damit wirkt es auch gegen, Knötchen und so weiter vor.
Auch lässt das Sprechen gegen diesen Druck die Stimme stärker werden, wo sie vorher eher gebrechlich wirkte. Ein anderer Punkt ist wie du an den Blasen hörbar wahrnimmst, ob du gleich gleichmäßig die Wörter ausspricht, statt es ein abgehackter Schwall von Wörtern. Die Youtuberin PRinDESess Ava hat dies oben auch mal kurz erwähnt. Auch Ilyda erzählt kurz dazu am „Komm her“: https://www.youtube.com/watch?v=qOoq34KElY0(Offline) . Durch gleichmäßiges Ausatmen bekommt die Stimme gleich einen eher gesungenen Klang, sie erklärt dies auch ein bisschen: https://www.youtube.com/watch?v=otCf3_PbLHA(Online) .
Auch bei der Atmung hilft es wie es oben im Handbuch erwähnt wird oder beim richtigen Singen eines Countertenors, wie das Gefühl des Atmens eher unten im Bauch sitzt.
Den Silikonschlauch selbst kannst du dir einfach aus dem Baumarkt kaufen und zu schneiden.

Salbeitee(&Salbeibonbons) mit ein wenig Honig. Ich nahm Unmengen davon, vorher und nachher, weil es im Hals entzündungshemmend, desinfizierend und lindernd ist ohne austrocknend zu sein wie z.B. Kamillentee. Der Schleim ist auch gleich mit weg, wenn welcher da ist.
Ich kam auf den Gedanken, weil ich bald festgestellt habe, dass ich gar nicht so viel am Tag üben kann wie ich gern würde, weil dann mein Hals so sehr schmerzt. Wie ich heiser werde. Das heißt leider genauso, dass ich pro Tag nur wenig üben kann, während  ich eigentlich meine Stimme gerne noch weiter üben will. Es würde so viel länger dauern. Und mit dem Teegurgeln hat es tatsächlich geklappt etwas mehr üben zu können. Dabei ist es eine weitere gute Gelegenheit, den eigenen Hals und Kehlkopf spüren zu können, allmählich ein Gefühl dafür zu finden, was vorher wie von selbst ablief ohne nachzudenken.
Isländisch Moos Tabletten von Tetesept halfen mir auch, aber in Grenzen.

Es gibt ein paar Stichpunkte, die ich nirgendwo so richtig integrieren konnte. Sie könnten aber doch noch etwas helfen:
- Deepstealth hat auch eine Reihe an Videos eingestellt. Am Ende der Videos seht ihr auch schön wie sich mit den Übungen die Stimme verändern kann. Teil1 bis 9: https://www.youtube.com/watch?v=CbTtASux7ys&list=PLC5375389210FC490 (Online)
Diese  „Ahhhhhh“-Übung hilft bald auch die Wörter klarer, ohne diesen rauen Beiklang zu sprechen. Wenn’s darum geht hilft ebenso die Übung Teil2 von GirlofTomorrow .
- Wenn ihr euch räuspert um diesen Schleim weg zu bekommen, besser wäre das Gurgeln zu Hause, das macht sonst wieder einiges kaputt. Oder auch ausreichend zu trinken.
„Vermeiden Sie es, sich zu räuspern - das ist eine raue Aktion, die mehr Schaden anrichtet, als
sie nutzt, und es wird schnell zu einer schlechten Gewohnheit. Schlucken Sie, trinken Sie
mehr Wasser, und wenn Sie sich räuspern müssen, tun Sie es vorsichtig mit etwas mehr Luft -
Dieser Link selbst ist auch hochinteressant wie ich finde. Es ist eine wissenswerte Anleitung in Deutsch von Deepstealth. Zur Tonhöhe, Resonanz, tonale Übungen. Für mich ist diese Lernmethodik zu tot in kleine Schritte aufgeteilt worden(Wie in den Youtubevideo’s: https://www.youtube.com/watch?v=mO41CpUW7IM&list=PL0CCD9AF3C587C9A2&index=1(Online) ), aber vielleicht liegt es ja dir.
- Manche Erfrischungspastillen/-drops helfen mir manchmal mit dem Schleim klar zu kommen, der klare Töne verhindert und vom Gefühl her einfach stört. Gurgeln geht ja nicht immer.

Stilles Aufwärmen:
Dies ist vorerst noch eine Baustelle und bin für Vorschläge sehr dankbar. Meine Idee: Oft weiß ich schon, wann ich gleich etwas sagen werde. Und nach ein paar geschwiegenen Vorlesungen oder bei einem unbestimmten Gefühl im Hals, bin ich glücklich sie vorher etwas prüfen oder leicht aufzuwärmen. In der Öffentlichkeit stellt dies leider ein kleines Problem dar.

  • Nicht überall sind Menschen ^^' , da summe ich für mich kleine Lieder oder Tonlagen ein unauffälliges "M". Das lockerts ein wenig auf. Währenddessen achte ich immer auf die Resonanz, die bei diesem Konsonant sehr gut fühlbar ist. Das tue ich gern beim Fahrrad fahren..
  • Das tiefe Ausatmen wie ein Seufzen. Wenn man schon ein bisschen Übung hat, kann darauf achtend vielleicht bemerken wie sich der Luftstrom im Vergleich zu vorher anders anfühlt. Bei mir wirds dort etwas kühler und fühlt sich etwas "freier" an, ein bisschen schwer zu umschreiben. Vielleicht ists für dich ja ähnlich?  ... Ebenso klingt sie anders, ohne diesen dröhnenden Bass darunter. Das funktioneirt zum Glück sehr leise und tun viele Menschen ja so schon mal. Muss ja nicht wie eine Blasebalg durch die Welt laufen : P

Gefühle:(noch in Bearbeitung)
Leider verändert unsere Stimmung oft die Stimme und macht es schwer, da die Kontrolle zu behalten nicht wie ein LKW-Fahrer über 50 zu klingen ^ -^ 
Bei Gefühlen wie Angst, Wut, Hoffnungslosigkeit oder Traurigkeit. Genau da möchte ich eigentlich, und eigentlich gerade da während ich verletzlich bin, meiner Stimme treu sein können und mich da hindurch zeigen kann.
Mir hilft da z.B. ein sehr trauriges Buch laut vorzulesen, während ich mich selbst üübers Mikrofon korrigiere. Oder ein anklagendes Lied zu singen.
Etwas was dich berührt und diese Gefühle weckt und du es dir so erlernen kannst vertauter gefühlsvoll zu sprechen.

Folgen von operativen Eingriffen an den Lippen & im Mundraum:
Vor 4 Wochen, am 20.08.15,  hatte ich meine FFS, darunter wurde mein Kiefer, das Kinn und die Lippen mit Eigenfett nachkorrigiert. Selbstsprechend konnte ich sehr schlecht sprechen und habs in der Zeit verlehrt, wobei es wieder besser geworden ist. :) Davor hatte ich Angst, dass ich alles wieder verloren hätte. Bis dahin fiel mir das Sprechen 3Wochen lang schwer, besonders das Artikulieren einiger Buchstaben wie b,v, ... . Solange habe ich mich von Kontakten sehr zurückgezogen, weil ich meine eigene Stimme nicht hören wollte - ich kannte es ja wie sie sein konnte und hatte sie und damit einen guten Teil meines Selbstvertrauens verloren. Ich hasse es, wenn meine Stimme mein Ich negiert, meine Gefühle, meine Worte freakartig im Raum stehen lassen, weil ich gerade klinge wie ein Typ. Sie kommt wieder...
Rückblickend hat mich der Eingriff an den Lippen an meisten behindert und der größere Eingriff am Kiefer/Kinn gar nicht. 

Kommentare:

  1. Hallo,
    ich lerne gerade in der Logopädie die LaKru Stimmtransition. Thomas Lascheit hat hierzu auch ein Video auf YouTube veröffentlich. Falls euch das Video zu lang ist, schaut euch unbedingt die letzten 2 Minuten an. Da sind die vorher nachher aufnahmen.

    https://www.youtube.com/watch?v=FQoYBuWrTbU

    Ich muss aber dazusagen, dass man da viel üben muss. Ich war schon 10 Stunden in der Logopädie und habe den Stoff immer noch nicht komplett durch.
    Meine Stimme ist aber inzwischen schon so gut geworden das ich kein Telefonproblem mehr habe.

    Liebe Grüße,
    Britt

    PS: Sorry, der Link war zuerst falsch formatiert

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    1. Hey, danke für den Link. Von LaKru habe ich schon früher mal gehört. Ich habe aber nicht gewusst, dass die Videos in Youtube oben haben :)
      Toll, dass es für dich geklappt hat !!!!
      LG, Marly

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